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BeitragVerfasst: Mo 29. Mär 2021, 10:53 
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DAB-Freak

Registriert: So 15. Sep 2013, 16:09
Beiträge: 7009
Zitat:
Die privaten Radioveranstalter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wollen ihre Programme zukünftig auch via 5G Broadcast, dem Rundfunkmodus des neuen Mobilfunkstandards 5G, verbreiten.

In einem gemeinsamen Positionspapier fordern der Verband Privater Medien (VAUNET) und die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) aus Deutschland sowie der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) und der Verband Schweizer Privatradios (VSP) Zugang zu 5G Broadcast.


https://www.infosat.de/radio/exklusiv-p ... -broadcast


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BeitragVerfasst: Mo 29. Mär 2021, 11:23 
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DAB-Freak

Registriert: Di 1. Sep 2015, 17:50
Beiträge: 3933
Unter Anderem fordern sie auch, Zitat:
''Insbesondere mobile Endgeräte, etwa Smartphones, integrierte Systeme in Fahrzeugen oder Smart Speaker, sollten Standards für den Empfang von Rundfunkprogrammen integrieren, darunter auch 5G Broadcast.''

Es waere schoen, wenn endlich DAB+ in Smartphones Standard wird, zumindest in solchen, die eh einen Tuner fuer FM verbaut haben. Mein altes LG ist zwar immernoch schnell genug aber soo viel Jahre wird das nicht mehr in vollem Android Umpfang nutzbar sein.

5G Broadcast, wie stellt man sich das hinsichtlich Netzausbau vor? So wie bei DVB-T2 und DAB+, zuerst nur in Ballungsgebieten und in der Flaeche dann eher gar nicht, da fuer Private Programmanbieter nicht finanzierbar. In welchem Frequenzbereich ueberhaupt, nur UHF, was sowohl fuer eine In Door als auch fuer eine mobile Versorgung im Auto nur bedingt taugt. Eigentlich muesste 5G Broadcast, zumindest fuer Radioprogramme, wenn dann im ehemaligen UKW Band gesendet werden. Auf der anderen Seite, wozu ueberhaupt Radio parallel zu DAB+ ueber 5G Broadcast senden. DAB+ als Downstream und IP als Upstream funktioniert auch heute schon. Da bin ich gespannt, ob sich 5G Broadcast wirklich durchsetzen kann.


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BeitragVerfasst: Mo 29. Mär 2021, 11:59 
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Moderator

Registriert: Di 11. Aug 2020, 12:32
Beiträge: 967
Wohnort: Zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland
Das ganze wirkt für mich weiterhin wie eine Warte- und Hinhaltetaktik, bloß nicht UKW loslassen zu müssen.
Die Frequenzen für 5G Mobilfunk sind schon rar und heißbegehrt, Frequenzen für 5G Broadcast sind bislang nicht vorgesehen.
Und wie von @Nordlicht2 schon erwähnt, müsste man dafür eigentlich Frequenzen im Bereich von UKW oder DAB+ nutzen.
Die hohen 800er-, 900er- oder gar GHz-Frequenzen sind für flächendeckenden Rundfunk ungeeignet.
Und wenn es eines Tages 5G Broadcast-Frequenzen geben sollte, werden die wohl nicht einfach zu haben sein.
Die Mobilfunkfrequenzen wurden auch für Milliarden versteigert.

Auch ist 5G Broadcast bisher nicht als Standard festgelegt, weshalb es natürlich auch keinerlei Empfangsgeräte dafür gibt.
Zum Vergleich, DAB+ ist seit Jahreswechsel Pflicht in Empfangsgeräten und auch schon viele Jahre zuvor wurden sehr viele DAB+-Empfänger verkauft.
DAB+-Empfänger sind somit bereits breitflächig verfügbar.
Mir fehlt da einfach die Sinnhaftigkeit, wieso man jetzt noch rund 10 Jahre auf 5G Broadcast warten will, wenn digitale Alternativen bereits zur Verfügung stehen.
Es kann sich nur um eine Hinhaltetaktik handeln, einen anderen Schluss kann ich hieraus nicht ziehen.


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BeitragVerfasst: Mo 29. Mär 2021, 13:23 
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DAB-Interessierter

Registriert: Mo 29. Jan 2018, 20:03
Beiträge: 333
Wohnort: Rhein-Main
Mir ist nicht klar, weshalb man 5G Broadcast benötigt. Es gibt doch bereits Apps für viele Sender, die man dann meist weltweit auf dem Handy hören kann. Und ob 5G Broadcast preiswerter ist als DAB, das glaube ich nicht!

_________________
HiFi-Fan


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BeitragVerfasst: Mo 29. Mär 2021, 13:54 
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DAB-Freak

Registriert: So 15. Sep 2013, 16:09
Beiträge: 7009
Mich würden da ja mal technische Details interessieren,also 5G Broadcast würde ja nur in den bestehenden 3 Netzen Sinn machen die mehr oder weniger flächendeckend ausgebaut sind. Wieviel Bandbreite müsste ein Betreiber in seiner Zelle für Broadcast bereit bzw. freihalten !? Bei der Masse die da theoretisch senden will,ist das schon etwas an Bandbreite. Dies werden sich die Mobilfunkanbieter sicher fürstlich bezahlen lassen,zudem wollen die eher Datenvolumen verkaufen,weshalb man schon DAB+ in den Mobilgeräten boykottiert.


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BeitragVerfasst: Mo 29. Mär 2021, 15:13 
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DAB-Freak

Registriert: Di 1. Sep 2015, 17:50
Beiträge: 3933
Hier
https://www.rohde-schwarz.com/de/untern ... 51259.html
und
https://www.fktg.org/fembms-system-level-simulation
ist es relativ detailiert erklaert.

Im Prinzip ist es in etwa wie Multicast in klassischen IP Netzen. HF technisch aber eher wie DVB-T2.
Das besondere ist dann eher die rein bedarfsorientierte An oder Abschaltung einzelner Streams. Es werden also nicht staendig die gleichen gesendet, sondern nur die, fuer die auch eine Abfrage von so vielen Nutzern erfolgt, dass sich die Punkt zu Mehrpunkt Aussendung lohnt. Ohne entsprechend hohe Nachfrage / Einschaltquote wird weiter nur als normale Punkt zu Punkt Verbindung innerhalb des normalen 5G gesendet.
Der grosse Nachteil ist also, ohne Internetverbindung gibt es nichts zu sehen oder zu hoeren. Weshalb hier
https://www.chip.de/news/5G-Broadcast-N ... 35863.html
im letzten Abschnitt auch nach der Sinnhaftigkeit des Projektes gefragt wird.

Auch interessant. Das ist alles nichts Neues und hat auch gar nichts mit 5G zu tun, denn das gibt es schon seit 3G. Es ist wie fast alles bei 5G, mehr Marketing als technische Innovation im Spiel. Wie sonst auch soll man Kunden etwas verkaufen, dass ihnen gar keinen Mehrwert bringt. :lol:


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BeitragVerfasst: Mo 29. Mär 2021, 17:07 
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Moderator

Registriert: Di 11. Aug 2020, 12:32
Beiträge: 967
Wohnort: Zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland
Das ist eben der entscheidende Punkt.
Das was man sich von 5G Broadcast erhofft, wäre schön längst möglich, gerade im Hörfunkbereich wo minimale Datenraten ausreichen.
Warum sollte sich also mit 5G etwas ändern, was schon seit 3G möglich wäre?
Die Sinnhaftigkeit darf definitiv angezweifelt werden.


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BeitragVerfasst: Di 30. Mär 2021, 14:34 
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DAB-Interessierter

Registriert: So 7. Okt 2018, 11:35
Beiträge: 225
Wohnort: Freudenstadt / Ludwigshafen
Sollte sich irgendwann wirklich 5G Broadcast durchsetzen, dann erwarte ich aber auch im Umkehrschluss eine Freigabe der jetzigen DAB+ Band III Frequenzen für mobiles Internet und Handyempfang. Vorteil daran wäre, es müsste nichts weiter ausgebaut werden, da die Infrastruktur ja bereits für digitalen terrestrischen Rundfunk im Einsatz ist. Und nebenbei hätten wir dann damit auch endlich eine 100%ige Versorgung mit mobilem Internet und Handyempfang. Und da ja jährlich neue Handys rauskommen ist es auch kaum eine Frage dafür dann die passenden Endgeräte zu konzipieren, die in der Lage sind im Band von 147 MHz - 240 MHz mobiles Internet empfangen können und auch rückkanalfähig sind. Vielleicht lässt sich das ja sogar mit DAB+ zusammen bündeln.

_________________
DAB+ :
Stationär: Technisat Digitradio 100 (nicht DX tauglich)
Mobil: Panasonic RF-D10, PEAQ PDR-050, JBL Tuner (allesamt DX tauglich), altes LG Stylus 2 (nur für Slideshow Tests, nicht in Benutzung)
Satellit: Technisat Digicorder S1 an Selfsat-H30D+


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BeitragVerfasst: Di 30. Mär 2021, 14:56 
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Moderator

Registriert: Di 11. Aug 2020, 12:32
Beiträge: 967
Wohnort: Zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland
Der Mega DAB+ Fan hat geschrieben:
Vorteil daran wäre, es müsste nichts weiter ausgebaut werden, da die Infrastruktur ja bereits für digitalen terrestrischen Rundfunk im Einsatz ist.

So einfach wie du dir das Vorstellst, ist es eben nicht.
Die Technik die jetzt für DAB+ im Einsatz ist, ist für Mobilfunk vollkommen ungeeignet.
Sender, Antennen, Verkablung, usw. von DAB+, kannst du für Mobilfunk nicht nutzen.


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BeitragVerfasst: Di 30. Mär 2021, 17:11 
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DAB-Freak

Registriert: So 15. Sep 2013, 16:09
Beiträge: 7009
Zumal Mobilfunk zwecks Kapazität und Indoorversorgung sehr kleinzellig sein muss.


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